Aktuelle Projekte und Bildungsangebote

Taktile Experimente im Hafen

Rasierschaum

Rasierschaum fördert die taktile Wahrnehmung der Kinder, weil seine Textur sanft, weich und gleichzeitig leicht klebrig ist. Wenn die Hände hineinstecken, spüren die Kinder die poröse Bläschenstruktur, das kühle Gefühl der Schaumoberfläche und das sanfte Gleiten über die Haut. Durch Drücken, Zupfen und Ziehen erfahren sie unterschiedliche Druck- und Berührungseindrücke: warm-kalt, nass-trocken, glatt-rau. Das Spiel mit dem Schaum steigert die Fein- und Grobmotorik und trainiert außerdem die Sensorik der Haut.

Zauberschleim

Wenn Wasser mit Speisestärke gemischt wird, entsteht eine besondere Substanz, die sich fest anfühlt und gleichzeitig zerfließt, wenn man sie fest zusammen knetet. Die Kinder beobachten, wie der Zauberschleim sich formt, aber beim Loslassen wieder zerläuft. Das fördert Kreativität, Tast- und Selbstwahrnehmung sowie Grobmotorik beim Formen.

Hagel

Die Hagelkörner zeigen eine harte, kühle Oberfläche, die sich unterschiedlich anfühlt. Durch das von draußen Sammeln erleben die Kinder Natur aus der Umgebung direkt im Raum und lernen über Formen, Größen und Konsistenzen. Auf dem Tablett können sie die Körner sortieren, berühren und spielerisch Formen legen. Das Spiel mit der Textur regt Sinneswahrnehmung an und macht Spaß beim Entdecken von Wärme, Kälte und Druck.

Was gehört eigentlich in eine Stadt

Die Drei- und Vierjährigen Kinder im Atelier interessieren sich aktuell für ihr Dorf oder ihre Stadt. Man spürt deutlich, dass sich der Radius der Dinge, die ihnen ins Auge fallen, vergrößert. Sie machen Spaziergänge durch das Dorf oder die Stadt und nehmen bewusst Gebäude, Straßen, Fahrzeug und die Menschen wahr. Das Erfahrene bringen sie ins Spiel ein und besprechen es mit Eltern, Erzieher*innen und Spielkameraden. Die Erzieher*innen des Ateliers haben dieses Thema aufgegriffen und mit den Kindern eine Stadt gebaut. Am Anfang des „Stadtprojektes“ stand die Frage: Was braucht eine Stadt?

Häuser, Straßen, Autos, Laternen, Geschäfte, ein Gefängnis, eine Kirche, eine Post, usw.

 

Die Kinder beschlossen selbst eine Stadt zu bauen mit den Materialien, die ihnen im Atelier zur Verfügung stehen. Kartons, Papprollen, Tonpapier, Goldfolie verwandeln sich mit Farbe und geschickten Händen in die unterschiedlichsten Gebäude und Fahrzeuge. Immer wieder kommen neue Dinge hinzu, manchmal lässt sich auch ein Plan nicht umsetzen aber aus Fehlern kann man lernen. Die Begeisterung und der Arbeitseifer der Kinder sind groß und wenn nicht gebastelt wird, spielen die Kinder mit ihrer Stadt. Auch Kinder, die nicht am Stadtprojekt beteiligt waren, dürfen mitspielen. So erobern sie sich im Spiel ihre Welt, lernen mit Schere, Farbe und Pinsel umzugehen und beleben das Gelernte im Spiel mit ihrer Fantasie. Das Projekt ist erst zu Ende, wenn das Interesse am Thema erlischt, aber noch ist kein Ende in Sicht.

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